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Modulare Grundlagenausbildung QS2

Am 30.05.2026 fand bei der Ortsfeuerwehr Wolfshagen im Harz ein weiterer Ausbildungsbaustein der stadtweiten modularen Grundlagenausbildung (MGA) im Rahmen der Qualifikationsstufe 2 (QS2) statt. Insgesamt 18 angehende Kameradinnen und Kameraden aus dem Stadtgebiet nahmen an dem Ausbildungstag teil.

Das Team der Ausbilder setzte sich aus acht Kameraden von fünf verschiedenen Ortswehren zusammen, die zusätzlich noch von zwei weiteren Maschinisten für die Übungen am Nachmittag unterstützt wurden. So konnte ein breites Spektrum an Fachwissen praxisnah vermittelt werden.

Der Vormittag war in drei Ausbildungsstationen gegliedert. An der ersten Station stand die Objektkunde im Mittelpunkt. Hier beschäftigten sich die Teilnehmer mit dem Aufbau und der Funktionsweise von Brandmeldeanlagen (BMA), dem Umgang mit Feuerwehrlaufkarten sowie den Abläufen bei Einsätzen in entsprechenden Objekten.

Die zweite Station befasste sich mit dem Thema Brandsicherheitswachen und Feuerwehrpläne. Dabei wurden die Aufgaben und Verantwortlichkeiten bei Brandsicherheitswachen erläutert sowie der Aufbau und die Nutzung von Feuerwehrplänen besprochen.

An der dritten Station wurden verschiedene Möglichkeiten der einfachen Tür- und Fensteröffnung vermittelt. Neben theoretischen Grundlagen konnten die Teilnehmer unterschiedliche Techniken zur zerstörungsarmen Öffnung sowie den Umgang mit einfachen Hilfsmitteln wie Draht- und klassischen Brechwerkzeugen praktisch erproben.

Zwischen den Ausbildungsabschnitten sorgte die Verpflegung für die notwendige Stärkung. Zum Frühstück wurden Mettbrötchen gereicht, während zur Mittagszeit Bratwürste vom Grill auf die Teilnehmer warteten.

Nach der Mittagspause wurde die Ausbildung auf die Wolfshöhe zum ehemaligen Steinbruchgelände verlegt. Dort stand die Vegetationsbrandbekämpfung (VegBBK) im Fokus – ein Einsatzgebiet, das aufgrund zunehmender Trockenperioden und steigender Wald- und Flächenbrandgefahren immer mehr an Bedeutung gewinnt.

An vier praxisorientierten Stationen wurden verschiedene Taktiken und Vorgehensweisen der VegBBK vermittelt. Dazu gehörten das sogenannte „Pump-and-Roll“-Verfahren, bei dem Löschfahrzeuge während der Fahrt Löschmaßnahmen durchführen können, sowie das Raupenverfahren, bei dem das Fahrzeug zur Wasserabgabe jeweils anhält. Wird das Fahrzeug anschließend vorgezogen, wird die Wasserabgabe kurz unterbrochen und nach dem Umsetzen fortgesetzt.

Eine weitere Station beschäftigte sich mit der Brandbekämpfung unter Einsatz einfacher Mittel wie Löschrucksäcken und Feuerpatschen. An der vierten Station wurde das statische Vorgehen bei der direkten Brandbekämpfung im Gelände trainiert, wie es beispielsweise bei Waldbränden erforderlich sein kann.

Ein besonderer Schwerpunkt lag während des gesamten Nachmittags auf dem Sicherheitskonzept LACES. Die Grundsätze „Lookout, Ankerpoint, Communication, Escape route und Safety zone“ bilden eine wesentliche Grundlage für das sichere Arbeiten bei Vegetationsbränden und wurden in die praktischen Übungen integriert.

Der Ausbildungstag bot den Teilnehmern die Möglichkeit, wichtige Grundlagen für den Feuerwehrdienst zu vertiefen und neue praktische Erfahrungen zu sammeln. Gleichzeitig zeigte sich erneut, wie wertvoll die Zusammenarbeit zwischen den Ortsfeuerwehren innerhalb der Stadtfeuerwehr ist.

Vielen Dank an alle Teilnehmer, Ausbilder und Unterstützer für ihren Einsatz und die engagierte Mitarbeit. Der Ausbildungstag war ein voller Erfolg und ein weiterer wichtiger Baustein auf dem Weg zur erfolgreichen Qualifizierung unserer zukünftigen Einsatzkräfte.

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