Datum: 1. Juli 2026 um 17:20 Uhr
Einsatzart: B 3 Y
Einsatzort: Lutter a. Bbge., Bahnhofstraße
Einheiten und Fahrzeuge:
- Ortsfeuerwehr Alt Wallmoden: TSF-W
- Ortsfeuerwehr Bodenstein: MTW, TSF-W
- Ortsfeuerwehr Hahausen: HLF 10, MTW, TLF 8/18
- Ortsfeuerwehr Langelsheim: ELW 1, LF 10, LF 20, TLK 23/12
- Ortsfeuerwehr Lutter: ELW 1, HLF 10, LF KatS, MTW, TLF 16/25
- Ortsfeuerwehr Nauen: TSF
- Ortsfeuerwehr Neuwallmoden: MLF
- Ortsfeuerwehr Ostlutter: TSF-W
- Stadtfeuerwehr: Stadtbrandmeister, stellv. Stadtbrandmeister
Einsatzbericht:
Am Mittwochnachmittag wurden die Ortsfeuerwehren Bodenstein, Lutter, Hahausen und Nauen mit dem Stichwort „B2 – Mittelbrand“ zu einer unklaren Rauchentwicklung an der Kurt-Klay-Grundschule in Lutter alarmiert.
Vor Ort stellte sich folgende Lage dar: In der Schulküche im Kellergeschoss hatte zuvor ein Kochkurs stattgefunden. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte drangen Rauch und Feuerschein aus den Kellerfenstern. Der Eingangsbereich sowie der Flur waren bereits stark verqualmt. Da zunächst nicht ausgeschlossen werden konnte, dass sich noch Personen im Gebäude befanden, wurde umgehend die Personensuche im Gebäude eingeleitet.
Es wurde ein Atemschutzpool gebildet, mehrere Trupps gingen unter Atemschutz zur Personensuche in das Gebäude vor. Eine erste Person konnte im Keller aufgefunden und gerettet werden. Eine weitere Person wurde mithilfe einer Steckleiter aus dem Lehrerzimmer gerettet. Aufgrund widersprüchlicher Aussagen zur Anzahl der vermissten Personen konnte nicht ausgeschlossen werden, dass sich noch weitere Personen im Gebäude aufhielten. Daher wurden zusätzliche Atemschutz-Trupps zur weiteren Absuche eingesetzt, die weitere Personen im Gebäude auffanden und retteten.
Zur besseren Koordination wurden zwei Einsatzabschnitte gebildet: die vordere Gebäudeseite sowie der Bereich Schulhof.
Aufgrund der angenommenen Lageentwicklung dieser unangekündigten Übung wurde das Einsatzstichwort auf „B3Y – Großbrand, Menschenleben in Gefahr“ erhöht. Dadurch wurde ein Löschzug der Ortsfeuerwehr Langelsheim nachalarmiert.
Im weiteren Einsatzverlauf kam es zu einem simulierten Atemschutznotfall. Ein Atemschutzgeräteträger brach im Gebäude zusammen und musste durch weitere Einsatzkräfte gerettet werden. Die Betreuung der geretteten Personen erfolgte zunächst durch das DRK Lutter bevor diese dem Rettungsdienst übergeben wurden.
Da sich die Lage weiter zuspitzte und inzwischen ein Dachstuhlbrand angenommen wurde, erfolgte von der vorderen Gebäudeseite ein Löschangriff von außen auf das Gebäudedach. Auf der rückwärtigen Seite wurde der Teleskopgelenkmast der Ortsfeuerwehr Langelsheim in Stellung gebracht, um ebenfalls einen Außenangriff auf den Dachstuhl vorzunehmen.
Eine besondere Herausforderung stellte die Wasserversorgung dar. Aufgrund defekter Hydranten in der Nähe des Gebäudes war insbesondere die Versorgung der Teleskopmastbühne nur eingeschränkt möglich. Aus diesem Grund wurden die Ortsfeuerwehren Alt-Wallmoden, Neuwallmoden und Ostlutter nachalarmiert. Gemeinsam mit der Ortsfeuerwehr Nauen sowie dem LF-KatS der Ortsfeuerwehr Lutter wurde eine Wasserversorgung über eine lange Wegstrecke zur rund 1,5 Kilometer entfernten Neile aufgebaut und ein dritter Einsatzabschnitt gebildet.
Ziel der großangelegten Alarmübung war es, die Zusammenarbeit der beteiligten Feuerwehren und Hilfsorganisationen, die Personensuche und Menschenrettung unter Atemschutz, die Abschnittsbildung sowie den Aufbau einer Wasserversorgung über lange Wegstrecken zu trainieren.













Fotos: Icbr.photography.sz