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Datum: 10. Juni 2026 um 23:31 Uhr
Einsatzart: B 3
Einsatzort: Ostharingen/Upen
Einheiten und Fahrzeuge:

Weitere Kräfte: Feuerwehren der Gemeinde Liebenburg, FTZ Goslar, Kreisbrandmeister Lk Goslar, Polizei Goslar, Rettungsdienst Lk Goslar


Einsatzbericht:

In der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag hatte sich in den schon seit Jahrzehnten nicht mehr genutzten Gebäuden des ehemaligen Gasthofes „Der Harhof“ ein Großbrand entwickelt.
Aufgrund der Notrufe alarmierte die Einsatzleitstelle initial mit Stichwort „B3 – Großbrand“. Das bedeutete, dass neben den Löschzügen West (Ortsfeuerwehren Dörnten, Ostharingen, Upen), Ost (Ortsfeuerwehren Döhren, Klein Mahner, Neuenkirchen) und der Ortsfeuerwehr Othfresen der örtlich zuständigen Gemeinde Liebenburg auch ein Löschzug der Ortsfeuerwehr Langelsheim aus der Nachtruhe geholt wurde.
Schon auf der Anfahrt zu dem direkt neben der L500 zwischen Ostlutter und Ostharingen gelegenen Grundstück war ein großer Feuerschein zu erkennen, was auf einen längeren Einsatz schließen ließ. Beim Eintreffen stand das Hauptgebäude schon im Vollbrand, Teile des Daches waren schon eingestürzt, so dass an einen Innenangriff war nicht mehr zu denken war.

Um ausreichend Löschwasser an die Einsatzstelle zu bekommen, ließ die Einsatzleitung um Gemeindebrandmeister Christoph Schubert die Tanklöschfahrzeuge der Ortsfeuerwehren Bergstadt Lautenthal, Liebenburg, Lutter, Neuwallmoden und Wolfshagen im Harz sowie den Abrollbehälter Wasser der FTZ Goslar nachalarmieren und teilte die Einsatzstelle in Abschnitte ein.

In der zur L500 gelegenen Hofseite arbeiteten die Kräfte der Gemeinde Liebenburg und die Ortsfeuerwehr Lutter im ersten Abschnitt. Vier Tanklöschfahrzeuge wurden im Ringverkehr an zwei Wasserentnahmestellen in Ostharingen befüllt und gaben ihr Wasser in den AB Wasser (10.000 Liter) ab. Von dort wurde noch gut 500 m bis zur Einsatzstelle gefördert.

Im Abschnitt 2 (Gebäuderückseite) waren die anderen Feuerwehren der Stadt Langelsheim eingesetzt. Auch hier musste für die Löschwasserversorgung ein Ringverkehr aufgebaut werden. Die zusätzlich alarmierte Ortsfeuerwehr Bredelem füllte an ihrem Ortsausgang ebenfalls über Stunden vier Tanklöschfahrzeuge, die ihr kostbares Nass in einen 3.000 Liter Faltbehälter abgaben. Von dort musste es noch 200 m zu einem Löschgruppenfahrzeug gepumpt werden, welches das Wasser wiederum an die Strahlrohre und Wasserwerfer weitergab.
Das Brandobjekt war im rückwärtigen Bereich sehr zugewachsen. So war es anfänglich nicht einfach, sich eine akzeptable Zuwegung durch das Dickicht zu schaffen.

Die von den Betreibern des Windparks direkt neben dem Einsatzort erstellte Arbeitsfläche eignete sich sehr gut für den Aufbau der Einsatzleitung sowie als Bereitstellungs- und Verpflegungsraum.
In den ersten Stunden koordinierten die beiden Einsatzleitwagen (ELW 1) aus Othfresen und Langelsheim die Kräfte, danach wurde die Einsatzführung vom großen ELW 2 der Kreisfeuerwehr übernommen.
Von der Fläche ging auch die Drohne der Feuerwehr Liebenburg in die Luft. Deren Luftbilder gaben wichtige Aufschlüsse für weitere Einsatzplanungen.
Dort wurde auch die hervorragende Warm- und Kaltverpflegung für alle Einsatzkräfte aufgebaut und ausgegeben. Dafür unseren herzlichen Dank.

In den frühen Morgenstunden war das Feuer so weit abgelöscht, dass das Brandobjekt mit einem Schaumteppich belegt werden konnte. Anschließend wurden sukzessive die Kräfte aus unserem Stadtgebiet wieder aus dem Einsatz entlassen. Es zog sich aber noch bis zur Mitte des Vormittags hin, bis unsere Fahrzeuge und Technik wieder gesäubert und einsatzbereit in den heimischen Feuerwehrhäusern standen.

Die Feuerwehren der Gemeinde Liebenburg hatten aber noch viele Stunden mit den aufwendigen Nachlöscharbeiten zu tun.
Weitere Infos finden interessierte Leser auf der Homepage der Feuerwehr Othfresen unter https://feuerwehr-othfresen.de/einsaetze/gebaeude-im-vollbrand/.

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