Einsätze 2021

15.08.2021 - Erneuter abendlicher Vegetationsbrand

Am Sonntagabend brannte es erneut im Einsatzgebiet der Feuerwehr Astfeld. Und wieder war offensichtlich eine Brandstiftung als Ursache feststellbar. In Herzog Juliushütte war einem Jäger direkt neben einem Wald- und Feldweg in der Straße "Am Todtberg" offenes Feuer auf einem ca. 2 m breiten Böschungsbereich auf ca. 15 m Länge aufgefallen. Nach dem abgesetzten Notruf konnte er zusammen mit dem Pächter des angrenzenden Weidegrundstückes und weiteren Passanten die Flammen kurz vor einer festen Zelt-Scheune, die mit Stroh gefüllt ist, stoppen.

Die alarmierten Feuerwehren aus Astfeld und Langelsheim löschten die Flammen ab, die den Holzbohlen-Weidezaun und auf bis zu 4 m Höhe auch schon die Bäume angebrannt hatten. Nach der abschließenden Kontrolle des Brandortes mit einer Wärmebildkamera traten alle Einsatzkräfte nach gut 30 Minuten wieder die Rückfahrt an. Weder Tiere noch Personen wurden verletzt. Wären die Passanten nicht so schnell und erfolgreich mit ihren Löschversuchen gewesen, hätte das Feuer vermutlich auf die Strohlagerstätte übergegriffen und für einen weitaus größeren Schaden gesorgt.

Die Polizei hat die Brandursachenermittlung aufgenommen und verfolgt jegliche Spur, um den oder die Brandstifter*in ausfindig zu machen. 

Wir Freiwilligen Feuerwehren setzen uns gern und mit viel Engagement für unsere Mitmenschen ein und versuchen zu jeder Tag- und Nachtzeit über das gesamte Jahr einsatzbereit zu sein!
Vorsätzliche und mutwillige Brandstiftungen, die einfach kein Ende nehmen, lassen bei uns Freiwilligen den Frust und Ärger über die Dummheit von Brandstiftern steigen, aber die Motivation zu helfen niemals sinken!
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sie alle sind aufgerufen, verdächtige Beobachtungen bitte umgehend an die Polizei zu melden. Auch kleine Hinweise können helfen, Brandstifter dingfest zu machen!

Einsatzzeit von 21:57 - 23:10 Uhr

eingesetzte Kräfte:

  • Feuerwehr Langelsheim: 19 Personen mit ELW 1, LF 20, HLF 16
  • Feuerwehr Astfeld: MTW, RW 1, LF 10
  • Polizei Goslar

 

 

Wer ist ein Brandstifter?

Feuer fasziniert den Menschen.  
Feuer bringt Wärme und Energie, Behaglichkeit am Kamin oder beim Grillfest. 

Feuer kann ebenso zerstörerisch sein, Sachen vernichten, Menschen verletzen und töten. 

Es gibt Menschen, die fasziniert auch das. Ob aus krimineller Energie oder perversem Trieb: Feuer werden immer wieder vorsätzlich gelegt. 

Wenn "Brandstiftung" von der Polizei als Ursache eines Feuers ermittelt wird, können die Feuerwehrleute nur mit dem Kopf schütteln. Schließlich mussten sie beim Einsatz schuften und möglicherweise ihre Gesundheit riskieren. Doch neben dem Unmut der Einsatzkräfte erwarten Pyromanen weitaus schlimmere Folgen. 

Viele Brandstifter glauben, durch die Flammen würden sämtliche Spuren ihrer Tat verwischt. Weit gefehlt. Durch modernste Analysetechnik, Brandspürhunde und gut geschulte Ermittler ist es der Polizei oftmals möglich, Brandstiftung auch durch kleinste Spuren nachzuweisen. Durch Zeugenaussagen und weitere Ermittlungen werden Feuerleger in den überwiegenden Fällen festgestellt und müssen sich verantworten. 

Was einen Brandstifter erwartet: 

  • Ein Ermittlungs- bzw. Strafverfahren. Je nach Brandart muss der Verurteilte mit Geld- oder Haftstrafen rechnen. 
  • Möglicherweise psychologische Behandlung oder Unterbringung in einer psychiatrischen Einrichtung (je nach Sachlage). 
  • Die Rechnung/en von Geschädigten und/oder deren Versicherungen. Bei Großbränden entsteht schnell ein Schaden, der in die Millionenhöhe geht. Für die Zahlung dieser Schäden ist ein vorsätzlicher Brandstifter voll verantwortlich und muss diese bezahlen, unter Umständen ein Leben lang. 
  • Die Rechnung/en für den Einsatz von Polizei und Feuerwehr. Diese staffeln sich je nach Aufwand und Einsatz. Doch selbst bei kleineren Einsätzen kann es sich schon um vierstellige Beträge handeln. Bei einem Großfeuer geht es um bedeutendere Summen. 
  • Familienangehörige, Freunde und Bekannte wenden sich oft von einem verurteilten Täter ab. Ihn erwartet nicht selten soziale Isolation. Wer möchte schon mit einem Kriminellen verkehren? 
  • Möglicherweise Verlust des Arbeitsplatzes. 
  • Auch nach Verbüßung einer Haftstrafe muss ein Brandstifter mit den Konsequenzen leben: Durch die Vorstrafe wird es schwer sein, wieder einen Arbeitsplatz oder Wohnraum zu finden. 
  • Meist durch vorsätzliche Brandstiftung brennen: Papier- und Müllcontainer. 
  • Nicht immer sind es Großbrände, die gelegt werden. Doch auch vermeintliche Streiche - wie etwa das Anzünden eines Papier- oder Müllcontainers - sind kriminelle Taten und kein Kavaliersdelikt. 
  • Wer zum Beispiel an Silvester einen brennenden Feuerwerkskörper in einen Container wirft, weiß in aller Regel, welche Folgen das hat. Wird derjenige ermittelt, muss er die Konsequenzen tragen. Das könnte in diesem Fall Sachbeschädigung sein, die mit einer Freiheitsstrafe von bis zu zwei Jahren bestraft werden kann. Entwickelt sich das Feuer und greift zum Beispiel auf ein Gebäude über, muss sich ein Täter möglicher-weise wegen schwerer Brandstiftung verantworten. 

siehe § 306a StGB 

http://bundesrecht.juris.de/stgb/__306a.html 

Brandstiftung mit Todesfolge! 

siehe § 306c StGB 

http://bundesrecht.juris.de/stgb/__306c.html 

SEIEN SIE ALLE BITTE AUFMERKSAM !