Einsätze 2017

16.09.2017 - Alarmübung Fa. Synthomer Deutschland GmbH

Um 06:47 Uhr am heutigen Samstag Morgen war die Nachtruhe für uns Langelsheimer Feuerwehrkräfte beendet. Die Leitstelle Goslar alarmierte uns zu einem Schadenfeuer zur Fa. Synthomer ins Innerstetal. Die Werkfeuerwehr Albemarle Germany GmbH war eine halbe Stunde zuvor als zuerst zuständige Feuerwehr gerufen worden. Bei Schweißarbeiten entzündete sich durch eine geborstene Rohrleitung austretendes Styrol. Dieses wird als Rohstoff bei der Firma eingesetzt. 4 Mitarbeiter waren noch vermisst. Beim Einreffen der werkseigenen Kräfte war ziemlich schnell klar, dass diese allein nicht ausreichen werden. So entschied sich der Einsatzleiter auf die Alarmstufe 2 zu erhöhen. Dieses beinhaltet die Alarmierung der Feuerwehr Langelsheim sowie den Rettungsdienst der Kreiswirtschaftsbetriebe Goslar. Kurz nach Ankunft der Langelsheimer Kräfte übernahm der Zugführer des 1. Zuges die Einsatzleitung. In Zusammenarbeit mit dem stellv. Werkbrandmeister wurde nach Erkundung der Lage der Stadtalarm angefordert. In diesem Zuge werden alle Ortsfeuerwehren des Stadtgebietes Langelsheim alarmiert. Durch die größere Personenanzahl vermisster Mitarbeiter benötigte man an der Einsatzstelle eine große Menge an Atemschutzgeräteträgern. Diese wurden nach dem eintreffen an der Atemschutzsammelstelle zusammengezogen und von dort koordiniert zur Personensuche in die Produktions- und Lager/Bürogebäude geschickt. Zeitgleich wurden weitere Wasserentnahmestellen hergerichtet, damit die Brandbekämpfung ausgedehnt werden konnte. Es war zum einen wichtig, die Lagertanks entlang der Produktion, sowie das angrenzende Lagergebäude in der Verlängerung des Brandobjektes mittels Riegelstellung durch Löschmonitore zu schützen. Da die vorhandenen fest installierten Monitore nicht zur Verfügung standen, wurden von den Wasserentnahmestellen mehrere Löchwasserleitungen verlegt, um die tragbaren Monitore zu versorgen. Im Verlauf des Einsatzes wurden mehrere Abschnitte gebildet. Der Zugführer 1 der Werkfeuerwehr leitete den Abschnitt Süd, der Zugführer 2 der Werkfeuerwehr den Abschnitt Nord. In beiden Abschnitten stand die Menschenrettung an erster Stelle. Noch während der laufenden Personensuche wurde uns seitens der Werkleitung mitgeteilt, das während der Evakuierung der Produktionsanlagen weitere zwei Mitarbeiter vermisst wurden. Diese wurden jedoch, wie auch die anderen Vermissten rechtzeitig gefunden und nach der Rettung aus den Gebäuden den Betriebssanitätern der Werkfeuerwehr übergeben. Nachdem die Menschenrettung abgeschlossen war, konnte man nun gezielt und massiv zur Brandbekämpfung übergehen. Über mehrere eingesetzte C- und B-Rohre sowie über den Teleskopgelenkmast wurde das Feuer bekämpft. Dieses hatte sich in der Zwischenzeit über die Etagen auf das Dach ausgeweitet. Weiterhin musste eine Notkühlung zweier Reaktoren bewerkstelligt werden. Diese konnten aufgrund des Stromausfall nicht mehr von der betrieblichen Seite gekühlt werden. Nachdem dieses geschehen war, gaben die Beobachter und Ausarbeiter dieser Übung das Ende eben dieser bekannt. Die Schlauchleitungen wurden aufgenommen und zentral gesammelt. Die Fahrzeuge wurden einsatzbereit gemacht und die eingesetzten Mannschaften trafen sich in der Werkskantine zum Abschlussgespräch. Während sich der Werkleiter der Synthomer Herr Dr. Steffien, der Betriebsleiter Herr Gitte sowie die Kameraden Stadtbrandmeister Matthias Brunke und Werkbrandmeister Frank Busch bei den Einsatzkräften bedankten und noch kurz über die Lage informierten, stellte die Fa. Synthomer allen ein Frühstück bereit. Nachdem der Schlauchwechselwagen der FTZ Goslar die nassen Schläuche gegen trockene getauscht hatte, fuhren die Feuerwehren ihre Standorte an. Hier mussten die Atemschutzgeräte wieder einsatzbereit gemacht werden. Übungsende war um 08:32 Uhr

 

Eingesetzte Kräfte:

Feuerwehr Langelsheim 35 Personen mit ELW1, TLK23/12, LF20, HLF16, LF8,GwLog1.

Feuerwehr Astfeld mit RW und LF10

Feuerwehr Wolfshagen im Harz mit MZF und LF10

Feuerwehr Lautenthal mit TLF8/18 

Feuerwehr Bredelem mit TSF/W

Werkfeuerwehr Albemarle mit ELW1, ULF4000, PLF1000, TSF, Gw Gefahrgut, HLF16, KTW

Werkleiter Synthomer, Werkleiter Albemarle, Stadtbrandmeister als Beobachter 

 

Fotos folgen